Die Geburt begann in den frühen Morgenstunden mit den ersten Wehen, die sich über den Tag langsam steigerten. Am Abend wurden sie regelmäßiger und intensiver. Es war ein tiefer, dumpfer Schmerz, wie ein enger werdender Gürtel um die Hüfte. Gegen 17:30 Uhr kontaktierte ich erstmals die Hebammen des Geburtshaus Ulm. Die Rückmeldung war ruhig: beobachten und wieder melden, wenn es intensiver wird. Gegen 20 Uhr kamen die Wehen alle drei Minuten. Mein Mann brachte unsere Hündin zu den Schwiegereltern, während ich weiterhin zuhause blieb und die Wehen veratmete. Erst um 22:45 Uhr entschieden wir gemeinsam, ins Geburtshaus Ulm aufzubrechen. Dort empfing uns eine ruhige und vertraute Atmosphäre. Ich konnte mich gut auf mich konzentrieren, obwohl die Wehen zunehmend Kraft kosteten und von Übelkeit begleitet waren. Mit der Zeit wurde ich immer erschöpfter, zwischen den Wehen schlief ich immer wieder kurz ein. Gegen 3:30 Uhr veränderte sich die Situation: Die Herztöne unseres Kindes wurden auffällig. Daraufhin fiel die Entscheidung zur Verlegung in die Klinik.
Rückblickend war die Zeit im Geburtshaus Ulm entspannt und harmonisch. Es zeigte sich auch, wie entscheidend eine aufmerksame Begleitung und rechtzeitige Verlegung ist. Unsere Tochter wurde mit einem Nabelschnurknoten und einer Infektion geboren, sie hat sich inzwischen sehr gut erholt und erkundet nun fröhlich die Welt.

